Der Adendorfer EC steht vor entscheidenden Wochen. Es geht nach der Sperrung des Adendorfer Eisstadions wegen einer defekten Kälteanlage um die Existenz des Eishockey-Regionalligisten.
„Spätestens am 6. Dezember muss es losgehen. Ein bis zwei Wochen Eistraining müssen vorher aber sein, denn sonst wäre die Verletzungsgefahr zu groß. Also bräuchten wir bis Ende November dringend Eis“, rechnet AEC-Geschäftsführer Finn Sonntag vor. Ansonsten droht eine Insolvenz: „Und das wäre das wohl das Ende des leistungsbezogenen Eishockey in Adendorf.“
Alle Test- sowie die ersten drei Saisonspiele haben die Adendorfer bereits absagen müssen. Trainingszeiten in anderen Hallen, etwa in Hamburg, sind nicht mehr zu haben. Und die beiden nordamerikanischen Profis müssen trotzdem ab 1. Oktober bezahlt werden, da sie gültige Verträge besitzen.
„Einige Sponsoren haben schon signalisiert, dass ihr Geld erst einmal Nebensache ist. Andere fragten schon, ob sie jetzt ihr Geld zurückkriegen“, berichtet Sonntag. Die Sperrung der Halle habe den Verein jetzt bereits einen „Betrag in mittlerer fünfstelliger Höhe“ gekostet.



Schlechte Nachrichten – Landkreis schließt Betrieb der Eissporthalle

Erhebliche Risse in den sogenannten Leimholzbinder, die bei einer regelmäßigen Überprüfung der Dachkonstruktion festgestellt worden sind, haben den Landkreis veranlasst, die Eissporthalle in Nordhorn für den Betrieb sofort zu schließen. Das Untersuchungsergebnis wurde durch das beauftragte Unternehmen vorgestellt. Die Betreibergesellschaft GEE wurde zeitgleich informiert und teilt die Entscheidung des Landkreises.

„Das ist ein für uns völlig unerwartetes Ergebnis“, erklärt Landrat Friedrich Kethorn. Vorherige Überprüfungen hätten kein Anlass für Sicherheitsbedenken geboten. Die Ursache für die festgestellten Schäden sind derzeit noch unklar. „Wir bedauern diese für die Eissportler und alle anderen Besucher der Halle – aber auch die Betreibergesellschaft – kurzfristige Maßnahme. Aufgrund der neuen Erkenntnisse aber gibt es keine andere Option als die sofortige Schließung. Die Sicherheit der Besucher und Sportler hat für uns oberste Priorität.“

Von Seiten des Ingenieurbüros, das die Überprüfung durchgeführt hatte, wird empfohlen, weitere Sachverständige einzuschalten, um die Sanierungsfähigkeit der Halle zu beurteilen.